Die Schule des TodesDie Schule des Todes
von
John Sandford

Dies ist der erste Lucas Davenport Krimi von z.Z. 16 (Schule des Todes bis Kaltes Fieber).
Es ist nicht sein bester, aber trotzdem sehr lesenswert!

Wie alle Davenport Krimis ist die Sprache sehr gefällig, die Handlung interessant, mit ansteigender Spannung. Das Finale ist in diesem, wie in den meisten Davenport-Krimis absolut klasse!

Die Schule des Todes beginnt mit dem Täter. Er hat sein erstes Opfer ausgespäht und man erfährt, dass er bereits mehrere Morde auf dem Gewissen hat. Dieser Vorspann soll wohl das Motiv des Täters darstellen, was aber leider nicht so recht gelingt. Klar wird nur, dass er völlig gewissenlos ist und es auf Frauen abgesehen hat.

Besser gelungen ist die Charakterisierung von Lieutenant Lukas Davenport, der eine auffällige Narbe im Gesicht hat und ein Lächeln, welches seinen Freinden, aber auch der einen oder anderen Frau das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Lukas ist keiner von diesen netten Polizisten, die ihre Fälle als Supercop lösen, sondern ein ziemlich zwiespältiger Mensch. Manchmal brennen ihm die Nerven durch und dann er tut Dinge, die ihm sehr schaden und wirklich nicht förderlich sind für seine Karriere.

Andererseit ist er sehr schlau und gerissen und in diesem Krimi ist er sogar noch gewissenloser als der Täter, was im Finale zu einem erstaunlichen Knalleffekt führt.

Trotz der erwähnten mangelnden Motivation des Täters und gelegentlicher Schwächen im Plot, ist der erste Lukas Davenport Krimi absolut lesenswert und wenn man diesen zwiespältigen Davenport mag, dann wird man wohl wie ich, alle Davenport Krimis lesen müssen!

Die Schule des Todes - John Sandford - Goldmann Verlag 2006

Gelesen 2006 von Cuba Collinson
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